Möwe spiegelt sich im Wattenmeer, Titelbild des Projekts Küstenwandel
Familie auf Wattwanderung spiegelt sich im Watt, Bild auf dem Kopf stehend

Aktuelles zum Küstenwandel

Immer, wenn es etwas Neues und Spannendes zum Thema "Nachhaltig leben und einkaufen", insbesondere aus unserer Region zu berichten gibt, wird es hier zu finden sein. Sofern wir es denn zeitlich schaffen einen kleinen Beitrag dazu zu verfassen... :-). Gastautoren sind herzlich willkommen!

 

Die Natur und ihre biologische Vielfalt bilden die Lebensgrundlage menschlicher Existenz. Doch Arten und Lebensräume sind weltweit gefährdet. Die Ursachen liegen in der Zerstörung natürlicher Landschaften, der Übernutzung von Böden, dem Einsatz von Pflanzengiften, den Folgen der Klimakrise und der Umweltverschmutzungen. Wir zeigen in unserem neuen Themen-Special Alternativen auf und nennen spannende Informations- sowie verlässliche Bezugsquellen für naturnahes Gärtnern. Darüber hinaus teilen regionale Akteure ihre persönlichen Gedanken mit und geben Impulse zum Thema.

Neue Checkliste des deutsch-niederländischen Projekts „Watten-Agenda 2.0“ bietet Hilfestellung für umweltverträgliche, nachhaltige Veranstaltungen. Bei der Organisation von Veranstaltungen – ob z.B. Gruppenführungen in der Natur, regelmäßige Markt-Tage oder einmalig stattfindende Konzerte mit tausenden Zuschauer:innen – beeinflussen unterschiedlichste Aspekte den Grad der Nachhaltigkeit: von der Wahl des Veranstaltungsorts über den Einkauf, die Anreise von Besucher:innen, Verpflegung und Energieversorgung bis hin zum Abfallmanagement.

Einwegplastik-Produkte, wie Wattestäbchen, Trinkhalme, Luftballonstäbe, Rührstäbchen, Einweg-Geschirr aus Plastik (Wegwerfteller auch Bioplastik), To-go-Becher und Fastfood-Verpackung aus Styropor werden ab Juli 2021 EU-weit verboten. Für weitere kunststoffhaltige Produkte, tritt schrittweise ab dem 03. Juli 2021 die neue Einwegkunststoffkennzeichnungsverordnung in Kraft. Zudem sollen ungekennzeichnete Produkte aus nicht EU-Ländern zukünftig verboten werden.

Seit genau zwei Monaten agieren rund 15 Aktive aus Varel, Dangast, Zetel, Jever, Schortens und Fedderwarden unter dem Namen Friesland Zero. Mit politischer Arbeit, Protesten, Medienarbeit und direktdemokratischen Mitteln setzen sie sich dafür ein, dass Friesland bis 2035 klimapositiv wird. Eine erste öffentliche Aktion findet zum Globalen Klimastreik am 19. März statt.

Auf einer Fläche von ca.1000qm entsteht in Varel gerade ein essbarer Waldgarten aus Mischbeeten mit Obstbäumen, Sträuchern, Gemüse, Blumen und Kräutern. Die Gruppe SelbstFairSorgt ist hier aktiv und erschafft mit Kindern und Interessierten einen außerschulischen Lernort nach dem Prinzip der Permakultur.

Am 3. Februar 2021 haben Esenser Akteur*innen die Schaufenster des Ladenlokals FARS in der Butterstraße 6 gestaltet. Die Ausstellung informiert für eine Dauer von ca. vier Wochen über das Thema nachhaltige Ernährung und unterteilt sich in die drei Rubriken Fairer Handel, Regional und Saisonal sowie Lebensmittelverschwendung.

 

Wie wollen wir unsere Zukunft gestalten? Weitermachen wie bisher? Oder muss ein ökologischer Wandel her? Um diese Fragen dreht sich das Projekt „Küstenwandel“ vom Regionalen Umweltzentrum Schortens (RUZ). Vor knapp einem Jahr ist die Aktion gestartet – seitdem feilen die Mitarbeiter stetig am Ausbau der Plattform. Ein Bericht über Küstenwandel von Kea Herren im Jeverschen Wochenblatt und Harlinger Anzeiger vom 22.01.2021.

Pilotmaßnahmen zur Sicherung der biologischen Vielfalt und Grünen Infrastruktur

Die Landkreise Friesland und Wittmund und die Stadt Wilhelmshaven haben sich zum Ziel gesetzt, aktiv und interkommunal die biologische Vielfalt zu fördern und die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven (FWW) mit dieser Aufgabe betraut. Dazu hat die Naturschutzstiftung FWW ein Konzept zur Förderung der Biodiversität erstellen lassen. Aufbauend auf dem Konzept werden im Rahmen des Projektes „Schaufenster Biodiversität - Pilotmaßnahmen zur Sicherung der biologischen Vielfalt und Grünen Infrastruktur“ in den Jahren 2020-2022 Maßnahmen zur Förderung der biologischen Vielfalt im Gebiet Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven durchgeführt.

Laut einer aktuellen Umfrage essen die Deutschen weniger Fleisch als noch vor einigen Jahren. Im "Ernährungsreport des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung 2020" gaben nur 26 Prozent (von rund 1000 befragten Personen) an, täglich Wurst oder Fleisch zu konsumieren. Dieser zunächst positiv erscheinende Trend, zeigt aber beim genauen Hinsehen nur eine Seite der Medaille. Denn der global vernetzte Markt von Fleisch und tierischen Produkten setzt auf Wachstum. Auch für Deutschland ist der Agrarsektor von großer wirtschaftlicher Bedeutung und somit fördert die Bundesregierung den Export von Agrargütern und die Erschließung neuer Märkte.

Heute hat der Landtag das Gesetz zum Niedersächsischen Weg beschlossen. Mit dem Gesetzespaket werden unter anderem Streuobstwiesen ab 2.500 m², und arten- und strukturreiches Feucht- und Nassgrünland als Lebensräume unter Schutz gestellt. Auf erosionsgefährdeten Standorten, in Mooren und in Überschwemmungsgebieten wird der Grünlandumbruch grundsätzlich verboten. Ein landesweiter Biotopverbund soll bis 2023 auf 15 Prozent der Landesfläche aufgebaut werden. Die Roten Listen, in denen die Gefährdung von Pflanzen- und Tierarten dargestellt wird, müssen künftig alle fünf Jahre durch das Land aktualisiert werden.

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Das Projekt „KÜSTENWANDEL“ wird gefördert durch: