Möwe spiegelt sich im Wattenmeer, Titelbild des Projekts Küstenwandel
Familie auf Wattwanderung spiegelt sich im Watt, Bild auf dem Kopf stehend

Tipps für nachhaltige Festtage

Besinnliche Weihnachten oder Konsumrausch?

Alle Jahre wieder sollen die Festtage so schön wie möglich werden. Aber tatsächlich haben wir vor Weihnachten den meisten Stress. Spätestens im November werden wir aufgefordert alle Antennen auf Konsum zu stellen. Übervolle Verkaufsregale und emotionale Weihnachtswerbung verlocken mit Angeboten, die wir angeblich für ein besinnliches Fest brauchen - von jährlich neuen Deko-Trends bis hin zu Adventskalendern für Haustiere. Produkte solcher Art verdeutlichen den Irrsinn des Überkonsums und es wächst der Wunsch nach echter Rückbesinnung und weihnachtlichem Minimalismus.

 

Vom Sinn des Schenkens!

Schenken macht Freude und Geschenke gehören traditionell zu Weihnachten. Allerdings wird jedes Jahr mehr Geld in Weihnachtsgeschenke investiert und viele Geschenke sind weder gewünscht, noch werden sie gebraucht. Mittlerweile gibt es einen regelrechten „nachweihnachtlichen Handel“ mit ungeliebten Weihnachtsgeschenken.

Der Wert der Dinge! Da jede Produktion Ressourcen und Energie benötigt, unbedingt nur schenken und wünschen, was wirklich gebraucht und geschätzt wird, qualitativ hochwertig und langlebig ist. Eine kleine Wunschliste kann sehr hilfreich sein und vermeidet „ungeliebte Geschenke“. Wer „fair-schenken“ möchte, achtet beim Geschenkekauf auf sozialgerechte und umweltverträgliche Produktion.

Muss es immer neu sein? Spielzeug, Elektrogeräte, Kleidung - fast alles gibt es aus zweiter Hand und gut erhalten. „Second Hand“ ist längst gesellschaftsfähig geworden und bedeutet nicht, dass wir zu geizig sind Neues zu kaufen. Ganz im Gegenteil: Wer Gebrauchtes nutzt, handelt nachhaltig. Für vieles, was wir bereits besitzen, haben wir keine Verwendung. Weiterverschenkt kann es Freude bringen und kommt wieder zum Einsatz.

Warum nicht mal Wichteln? „Wichteln“ stammt ursprünglich aus Skandinavien. Beim traditionellen Wichteln verschenkt und erhält jeder nur ein Geschenk! Vor Weihnachten werden die Namen der zu beschenkenden Teilnehmer auf Zettel geschrieben und anonym untereinander verteilt. Jeder behält für sich, wem er ein ganz persönliches, kleines Geschenk macht.

Für einander Zeit haben! Das Verschenken von Zeit und gemeinsamen Erlebnissen hat einen besonderen Wert und muss keinen großen finanziellen Aufwand bedeuten.  Zeit kann man zudem nutzen, um schöne und nachhaltige Weihnachtsgeschenke einfach selbst zu machen. Bücher, Zeitschriften und Internet geben jede Menge Tipps und Anregungen.

Schön verpackt? Sind die Geschenke ausgepackt, bleiben Müllberge aus aufwendigen Verkaufsverpackungen, Plastikfolien, Geschenkpapier mit Schleifchen, Kärtchen und Klebestreifen zurück. Diese große Ressourcenverschwendung und die jährlich zu Weihnachten anwachsenden Müllberge lassen sich durch viele umweltfreundliche und kreative Alternativen vermeiden.

Plastik ade! Beim Geschenke-Kauf auf unnötige Verpackungen verzichten. Noch brauchbare Tüten, Schachteln, Papierbögen und Geschenkbänder aufheben und so oft wie möglich wiederverwenden. Muss es doch neu sein, zumindest auf Recyclingqualität achten (Siegel: Blauer Engel!) und auf unökologische Materialien wie Folien, beschichtetes Papier, Klebestreifen und Kunststoff-Schleifenband verzichten.

Am besten ist selbstgemacht! Alte Zeitschriften, Zeitungen, Schnittmuster, Kalenderblätter, Landkarten, Comics… Kartons, Gläser und Dosen können ganz individuell, bemalt, beklebt und mit unterschiedlichen Naturmaterialien dekoriert werden. Aus Japan stammt die alte Tradition Geschenke in so genannte Geschenktücher einzuwickeln. Auch in Stoffresten, Stoffbeuteln, Tüchern oder Schals lassen sich Geschenke schön verpacken.  

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