Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven informiert: Was machen Vögel im Winter?
Während viele unserer heimischen Brutvögel im Herbst in südlichere Gefilde ziehen, kommen gleichzeitig große Zahlen von Wintergästen aus Nordeuropa in die Region. „Der Winter ist eine besonders wichtige Zeit für viele Vogelarten“, erklärt Tobias Pelz, stellvertretender Geschäftsführer der Naturschutzstiftung. „In dieser Phase bauen sie ihre Energiereserven auf und bereiten sich auf die kommenden Monate vor.“
Gerade Küsten-, Grünland- und Feuchtgebiete übernehmen in dieser Zeit eine zentrale Funktion. Offene Wasserflächen, feuchte Wiesen und kurzrasiges Grünland bieten den Vögeln ideale Rast- und Nahrungsräume. Helma Mensing von der Ökologischen Station Jade betont: „Die Störungsarmut in den Vogelschutzgebieten ist entscheidend. Schon kleine Störungen können den Energiehaushalt der Vögel beeinträchtigen und ihre Überlebenschancen mindern.“
In den Vogelschutzgebieten V02, V11, V64 und V65 lassen sich im Winter regelmäßig zahlreiche Arten beobachten: Pfeifenten in teils großen Trupps, Weißwangengans, Blässgans und Ringelgans, Goldregenpfeifer, Brachvogel und Kiebitz auf feuchten Wiesen sowie Silber-, Lach- und Sturmmöwen entlang der Küste.
„Auch wenn die Landschaft ruhig wirkt, sind diese Gebiete im Winter unverzichtbar für viele Vogelarten“, so Pelz. „Sie tragen wesentlich zum internationalen Vogelzug und zum Artenschutz bei.“
Die Naturschutzstiftung Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven ruft die Bevölkerung dazu auf, besonders sensibel gegenüber Rastvorkommen zu sein und die Tiere nicht zu stören.